7.Sitzung Suchmaschinenmarketing: Penguin Update und Import.io

In der letzten Vorlesung vor der Weihnachtspause haben wir uns über die Neuerungen des Google Penguin Updates und der Verwendungsart von Import.io informiert. Dabei konnten wir verblüffende Neuerungen des Google Algorithmus zur Beurteilung von Links und Webseiten Rankings aufzeigen, interessante Vorgehensweisen zur automatischen Content Erstellung herausstellen und mit einigen YouTube Videos praxisnahe Erfahrungen sammeln.

Google Penguin Update

Was ist das Google Penguin Update?

Penguin 4.0 ist die aktuellste Version vom Google Algorithmus, der für das Suchen, Finden und Bewerten von Webseiten zuständig ist. Penguin ist somit der Motor hinter der Google Suche, der mit regelmäßigen Updates verbessert wird. Seit Google das Penguin Update intrudiert hat, lernt der Algorithmus automatisch, selbstständig und in Echtzeit zwischen guten und schlechten Seiten zu unterscheiden. Vor Penguin 4.0 gab es schon Versionen und Updates unter dem Namen Panda oder auch Hummingbird.

Quelle: Sumago.deQuelle: Sumago.de

Zu welchem Zweck wurde es entwickelt?

Mit dem Penguin Update wird das Ziel verfolgt, Webspam in den Surchergebnissen weiter und radikaler einzudämmen. Außerdem sollen Linkspam und die Verwendung von irreleitenden Keywords schneller erkannt und abgestraft werden. Insgesamt soll die Qualität der Suchergebnisse weiter verbessert werden.

Wie geht Google Penguin dabei vor?

Google Penguin überprüft nun verstärkt die Links, Backlinks und Anchortexte auf ihre Qualität, Vertrauenswürdigkeit und Echtheit. Dabei werden vor allem die verwendeten Keywords begutachtet, da sehr viele Links mit den gleichen Keywords oft Unregelmäßigkeiten in ihrer Qualität aufweisen. Somit werden sowohl Quantität als auch Qualität der Links und Linktexte überprüft.

Welche Rückschlüsse lassen sich ziehen?

Es reicht nicht mehr nur noch einzelne Money-Keywords in den Links und Anchortexten zu verwenden, sondern es sollten Compounds verwendet werde.
Compounds sind Anchortexte mit mehr als zwei Wörtern oder eben lange Phrasen, die aber auch ein Keyword enthalten.
Auch Brands, wie die eigene Webseite, sind gute Anchortexte und Links, wenn sie mit dem Markennamen oder der URL verlinkt sind.

Ein Brand als Anchortext ist beispielsweise BMW oder auch BMW.de.
Bespiel:
Money-Keyword: „Kredit“ oder „Darlehen“
Brand: „Kreditvergleich.de“ (wenn das die eigene Domain ist)
Compound: „günstigen Kredit vergleichen“

Tipp: einfach nur das Money-Keyword Kredit als Anchortext wird von Google mit minderer Qualität verbunden und als Spam eingeordnet. Brands und Compounds werden dagegen
bevorzugt und besser priorisiert.

Wenn Money-Keywords in Anchortexten verwendet werden müssen, dann wenigstens in verschiedenen Variationen.

Beispiel:
Money-Keyword: Suchmaschinenoptimierung
Variationen: Suchmaschinenoptimierung Fulda, Suchmaschinenoptimierung Frankfurt,
Suchmaschinenoptimierung München

Auffälligkeiten seit Penguin 4.0:

  1. Domains, die als häufigsten Linktext ein einziges Moneykeyword hatten, waren in der Regel gerade in letzter Zeit von Rankingabstürzen betroffen
  2. Webseiten mit zu vielen Moneykeyword-Links haben keine guten Karten bei Google
  3. Am besten schneiden Domains ab, die viele Brandlinks haben und auch viele der sogenannten „Compound“-Anchortexte (beste Kombination)
  4. Internetseiten mit vielen „Sonstiges“ Links wurden oft als Spam degradiert

Tipp: Als Anchortext sollten keine sinnlosen Linktexte wie „hier“, „Webseite“ und ähnliches, was weder mit der Marke noch mit dem Keyword etwas zu tun hat, verwendet werden.
Das wird in den allermeisten Fällen als Spam aufgefasst.

Welche Auswirkungen hat das Update auf meine Seite?

Wenn die eigene Seite überoptimiert ist oder schlechte Links auf sie zeigen, resultiert das oft in einem schlechten Suchergebnis bei Google. Somit sollte Seitenbetreiber stetig überprüfen ob die Verlinkungen von akzeptabler Qualität und ob die Anchortexte mordernen SEO-Standards entsprechen. Andernfalls kann Google die Seite auf die Blacklist setzten und im Ranking abstürzten lassen.

Früher bedeutete das Herabsetzten das Aus der Seite, da bis zum nächsten Update die Blacklist nicht neu überprüft wurde. Seit Penguin ist die Blacklist aber dynamisch und läuft in Echtzeit, sodass sich das neu crawlen und indexieren ohne Zeitverlust umsetzten lässt. Dadurch lässt sich durch zügiges entfernen von schlechten Links und Spam, ein totaler Absturz im Ranking abpfedern.

Der Algorithmus zielt auf ein bestimmtes Elemenet ab, anstelle die gesamte Domain zu sanktionieren.

Kurzes Resumee zum neuesten Update:

Zusammengefasst kann ich nur sagen: Es hat sich nichts verändert, was es nicht sowieso schon gab. Die große Veränderung liegt darin, dass Google sensibler geworden ist. SEO ist nicht tot, Links sind nicht tot – sondern der Markt verändert sich. Mit dem Holzhammer braucht man heutzutage kein SEO mehr machen, so viel steht fest. Aber das ganze Rumgejammere habe ich langsam satt. Wer schlecht arbeitet, der bekommt eben auch schlechte Resultate – so einfach ist das.
Quelle: seokratie.de

Schlechte Links zeigen auf meine Webseite

Wie überprüfe ich Links?

  • www. linkresearchtools.de
    Auf linkresearchtools.de lassen sich bequem alle Links die auf meine Webseite zeigen, auf ihre Qualität und Spamwahrscheinlichkeit hin überprüfen und anzeigen.
    Für das linkresearchtool lässt sich jederzeit ein kostenloser Account anlegen, der für 7 Tage Gültigkeit besitzt und somit jedem Hobby Blogger die Möglichkeit reicht, sich vor Spam und unseriösen Links zu schützen. Diese werden mit Verweisen und Trustlevel fein säuberlich aufgelistet und dargelegt.
    Auch lassen sich die Backlinks zur Konkurrenz betrachten und mit den eigenen Links vergleichen.
    Verschiedene Attribute, Trustlevel und Spezifikationen der Backlinks lassen sich über das Web-Tool differenzieren und analysieren.
  • Google Search Console
    Ebenfalls kostenlos lassen sich Backlinks über die Google Search Console finden. Unter dem Reiter „Suchanfragen“ >> „Links zu ihrer Website“ lassen sich Links von anderen Seiten erkennen und aufzeigen. Dabei werden aber kaum Attribute und Spezifikationen der Links enthüllt und auch der Vergleich mit der Konkurrenz ist hier nicht möglich. Dafür lassen sich Suchanalysen durchführen und Interne Links abbilden.

Von woher kommen schlechte Links:

  • von automatisierten Seiten, die auf Spam ausgelegt sind
  • undurchsichtige Webseiten mit fadenscheinigen Angeboten
  • Webseiten die Links vermieten/verkaufen
  • Kommentare aus Blogs die themenfremd sind
  • Webverzeichnisse / Webkataloge
  • themenfremde Webseiten

Leitfragen: Gibt es einen Sinn oder einen thematischen Hintergrund zur Verlinkung?
Wie viele Besucher kommen über den Link?

Von woher kommen gute Links:

  • themenverwandte Webseiten
  • vertrauenswürdige Verzeichnisse, wie DMOZ.org
  • Webseiten mit großer Reichweite durch Original Content

Automatisierter Content mit Import.io

Wozu benötigt man automatisierten Content?

Mit Hilfe von import.io lässt sich sehr leicht Content für die eigene Webseite automatisiert erstellen und publizieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei vor allem darauf, den Inhalt von mehreren verschiedenen Seiten zu importieren und daraus einen neuen Inhalt zu generieren. So sollen Synergieeffekte erzeugt werden und der Nutzer durch die Kombination der Webseiteninhalte einen merklichen Erfolg und Nutzen haben.

Beispiel:
Dadurch könnten Seitenbetreiber zum Beispiel den Spielplan der Bundesliga, Zugverbindungen der deutschen Bahn, Flug – und Hotelsuchmaschinen kombinieren, um so den Fans die Planung der entsprechenden Auswärtsfahrten zu erleichtern. Da sie nun nicht alles einzeln suchen und planen müssen, sondern alles automatisiert über die eigene Webseite buchen und planen können.
Auch Können Webshops automatisch Content und Prodoukte generieren und duplizieren oder eigene Online Shops lassen sich mit Gutscheinen und Sonderangebote Dritter befüllen und mich Adsense und Affiliate-Links Geld verdienen.

Wie benutze ich Import.io zur Content Erstellung?

Schritt 1 – Ausgangsseite finden

Als aller erstes muss die entsprechende Seite aufgerufen werden, die den Content, den wir abgreifen wollen, enthält. Besonders gut lassen sich dafür Verzeichnisse, Kataloge oder spezifische Suchmaschinen nutzen, bei denen viele Produkte und Links aufgeführt werden.
Zum Beispiel: Groupon.com, Amazon.de oder gelbeseiten.de
Die Webseite mit den verwendeten Suchbegriffen oder Schlagwörtern muss geöffnet werden

schritt-1-import.io

Schritt 2 – Import.io Extractor aufrufen

Dann wird in einem neuen Tab import.io aufgerufen, die Anmeldung durchgeführt und der Button „New Extractor“ ausgewählt.
Die URL der in Schritt 1 aufgerufen Webseite wird nun in das entsprechende Feld vom Extractor hineinkopiert.

schritt-2-import.io

Schritt 3 – Sichern und Laden

Nach kurzer Wartezeit öffnet sich ein neues Feld mit mehreren Zeilen und Spalten, in denen alle Produkte bzw. Links mit Bildern und Beschreibungen aufgelistet sind.
Die Auswahl muss nach der eigenen Überprüfung gespeichert werden, welches mit einem Druck auf
den Button „save“ auch durchgeführt wird. Es öffnet sich eine weitere Seite, auf der der Button „Run URLs“ angeklickt werden muss.

schritt-3-import.io

Schritt 4 – CSV Datei speichern

Unserer Auswahl an Links wurde jetzt auf import.io gespeichert. Um diese Auswahl auch lokal auf dem hauseigenen Rechner verfügbar zu haben, muss der Button „Download CSV“ oben rechts in der Menü-Leiste betätigt werden. Eine CSV-Datei lässt sich dann herunterladen und mit Microsoft Excel öffnen.

schritt-4-import.io

Schritt 5 – Excel Wirrwarr auflösen

Um der nun geöffneten Excel-Datei unserer Links ein wenig Struktur zu schaffen, muss nur die Spalte „A“ ausgewählt werden und dann der Menüpunkt „Daten“ >> „Text in Spalten“ angeklickt werden.
Im sich nun öffnenden Auswahlfenster muss der Menüpunkt „Getrennt“ angehakt sein und einen Schritt weiter nur der Menüpunkt „Komma“ angehakt sein.
Das Auswahlmenü verlässt man an dieser Stelle mit dem „fertig stellen“ Button.
In Spalte N stehen jetzt alle ausgewählten Links.
Mit dieser CSV-Datei lässt sich nun mit WP-Import All weiter arbeiten.

Schritt 1 bis Schritt 5 als Video

Schritt 6 –Webshop für Automatisierung vorbereiten

Um die CSV Datei für unseren Webshop nutzbar zu machen, benötigen wir insgesamt 4 Plugins für WordPress um eine automatisierte Contenterstellung zu gewährleisten:

  1. WP All Import – Version 3.4
  2. WooCommerce – Version 2.6.1.1
  3. das WooCommerce Product Addon – Version 2.5
  4. sowie das WooCommerce XML CSV Product Import – Version 1.3.1

Alle 4 Plugins müssen installiert und aktiviert sein

Schritt 7 – WP All Import nutzen

Jetzt kann WP All Import im Backend unseres Webshops geöffnet werden und unter dem Reiter „Datei Hochladen“ wird die CSV Datei ausgewählt.
Um nicht für jeden ausgewählten Link einen neuen Beitrag erstellen zu lassen, die die Webseite überfluten, wird unter dem Reiter „neue Artikel“ >> „Erstelle neue“ die Auswahl auf „WooCommerce Produkte“ gesetzt. So können wir kinderleicht automatisch neue Produkte zu unserem Webshop hinzufügen, ohne dass neue Blogartikel erstellt werden müssen.

schritt-7-wp all import

Schritt 8 – Produktseiten formatieren

Wenn alle Produkte ausgewählt sind, lässt sich die Seite des Webshops formatieren und
automatisieren. Per einfachem Drag and Drop können wir nun Anweisungen an WP All Import geben, wie er Inhalte zu generieren hat:

  • Titel der Produkte:
    So ziehen wir den Titel des Produktes von der rechten Seite, einfach in das entsprechende Feld links und von nun an wählt WP All Import automatisch die richtige Zeile für den Titel aller Produkte.
  • Beschreibungstexte der Produkte:
    Mit der Methode können wir auch den Beschreibungstext rechts einfach in das entsprechende Feld links ziehen und WP All Import generiert automatisch die Inhalte.
  • Preise und Verfügbarkeit:
    Unter dem Reiter „WooCommerce Add-On“ sind alle Funktionalitäten vom original WooCommerce vorhanden, unter dem wir auch per Drag and Drop den aktuellen Preis automatisieren können oder verschiedene Drop-Down Menüs für mehr Auswahlmöglichkeiten erzeugen können
  • Bilder:
    Hinter dem Reiter Bilder lässt sich die automatische Bilderkennung festlegen, nach der oben genannten Vorgehensweise. So werden automatisch die verschiedenen Produkbilder der Orginal Webseite unseren Produkten und Links zu geoordnet.
  • Kategorien:
    Auch Produkt Kategorien erzeugen, kann per Drag and Drop automatisch von WP All Import durchgeführt werden und auch die entsprechende hierarchische Struktur lässt sich hier festlegen

schritt-8-wp all import

Schritt 9 – Vorgang abschließen

Im letzten Schritt muss noch der Unique Identifier festgelegt werden, dies passiert durch eine Druck auf den Button „automatische Erkennung“. Danach erstellt das Plugin alle Produkte automatisch nach den gerade vorgeschriebenen Regeln. Wenn der Prozess fertig geladen ist, befinden sich alle Produkte voll automatisch unter dem Reiter „Produkts“ auf der linken Seite.

Schritt 6 bis Schritt 9 als Video

Resumee zu automatisiertem Content

Mit der Kombination aus import.io und WP-All Import lassen sich leicht Webseiten und Webshops automatisch generieren und befüllen. Durch Weiterleitungen auf die eig. Seiten lässt sich mit Affiliate Links und Google Adsense viel Geld verdienen, ohne dass man selbst viel dafür tun muss. Allein der Shop muss nur alle paar Stunden aktualisiert werden, damit auch alle Angebote und Links aktuell und verfügbar sind. Nach der oben beschriebenen Vorgehensweise in etwa funktioniert auch die Webseite von Herrn Walcher. Alles wird automatisch generiert, von anderen Seiten dupliziert und verlinkt.

Weiterführende Links

Google Penguin

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